Nachdenkliches

Ich habe lange überlegt ob ich neben den fachlichen Blogbereichen auch einen persönlichen Blogbereich anlegen soll.

Hier möchte ich Sie an persönlichen, fachübergreifenden Erfahrungen, Gedanken und Erlebnissen teilhaben lassen.  

 

 

Natur-Umwelt-Klima                                  Wer schützt es in Schwalmtal?

Wer kennt sie nicht die dreieckigen, grün umrandeten Schilder am Wald- und Straßenrand?

Ein Adler fliegt durch das Weiß und scheint zu rufen: „Hier wird Natur geschützt. Sie befinden sich in einem Naturschutzgebiet.“

Schilder mahnen, Hunde anzuleinen, auf den Wegen zu bleiben und achtsam im Umgang mit der Natur zu sein.

So stehen sie auch am Rande unserer „Schomm“ in Schwalmtal.

Durch Wälder und Felder wandert hier der Erholungssuchende. Ab und zu erhascht er einen Blick auf Feldhase und Reh, manchmal sieht er die kreisenden Raubvögel von Bussard bis Milan und hört eine Vielzahl singender Gesellen, zu denen auch die Feldlerche gehört (Vogel des Jahres).

Traktoren, die die Felder bestellen oder ernten, gehören zum Bild, das sich dem Wanderer bietet, sorgen sie doch dafür, dass sein Tisch gedeckt ist.

 

Hier mag man auch − die besorgniserregenden Nachrichten vom Klimawandel vergessend − sich auf den Bänken niederlassen, das wunderschön gepflegte Wegkreuz betrachten und Gott dafür danken, dass es solche Oasen gibt.

Weiter wandernd, um zur Schwalm zu gelangen, die dem Ort ihren Namen gab, trifft er durch die Felder auf das romantische Waldhufendorf Lüttelforst. Wunderschöne alte Häuser säumen die Straße, die alte Kirche erhebt sich auf dem Hügel, und alles wirkt fast wie in längst vergangenen Zeiten.

Hier findet der Wanderer  erholsame Einkehrmöglichkeiten.

 

Alles so schön romantisch naturnah? Eben wie „man“ sich ein Naturschutzgebiet vorstellt? Wo wirklich mal CO2-Stress und Klimakrise vergessen werden können?

Ganz so einfach ist es nicht.

 

So mancher Wanderer stand schon vor einem Zaun, hinter dem ein Hügel zu sehen ist und Staubwolken aufsteigen. Wer fragt: Was ist das? Bekommt die Antwort: der Kiesabbau. Stück für Stück durchfrisst er die Landschaft. Um Sand und Kies zu gewinnen, wird guter Boden abgetragen und umgewälzt.

Nun, der eine denkt: Muss ja vielleicht sein, die Menschen wollen bauen, und umgeht den Zaun.

Vielleicht kommen ihm aber auch Zweifel: Ackerland vernichten für Sand?

Und das in mitten eines Schutzgebietes? Der nahtlose Übergang von Naturschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet (siehe Anmerkung) ist unmerkbar für Mensch und Tier.

 

Auf seinem Weg durch das Örtchen unterhält sich unser Wanderer mit den Menschen dort. Hier erfährt er mehr.

Die bereits bestehende Kiesgrube am Rand ihres Dorfes soll ausgeweitet werden, weiters wertvolles Ackerland soll dem Kiesabbau weichen.

Ackerland speichert CO2 (ca. 400 t pro 10 Hektar) langfristig. Die darauf wachsenden Kulturpflanzen arbeiten über Fotosynthese, ( sie nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf und geben Sauerstoff an sie zurück). Ein Teil dieser Pflanzen hilft außerdem in ihrer Verwendung dem Klima, da sie als nachwachsender Rohstoff fossile Ressourcen schonen.

 

Der eine oder andere Wanderer denkt vermutlich: Das geht mich nichts an.

Mag sein, wenn er aus der Ferne kommt, wird er sich ein anderes Ziel suchen und als Tourist die Gegend meiden.

Doch unser Wanderer hört sich die Sorgen und Nöte der Bewohner an.

Er erfährt, dass 15 Hektar zur Sondierung freigegeben wurden. Für 9,96 Hektar wurde die Freigabe zur Abgrabung beantragt.

Als informierter Mensch weiß er, ab 10 Hektar wird eine aufwendige Umweltverträglichkeitsprüfung fällig.

Er verrät seine Gedanken nicht und hört weiter zu. So erfährt er, dass die Abgrabung sehr dicht an bestehende Häuser herangehen soll, dass sogar der Kindergarten durch Staub und Lärm beeinträchtigt werden wird.

Vielleicht denkt er dabei an sein Kind, das so oft unter asthmatischen Beschwerden litt und nicht in einen solchen Kindergarten gehen könnte Er fragt sich: Wer würde das schon wollen für sein Kind?

 

Haben die verantwortlichen Politiker sich um ihre Gemeindemitglieder gekümmert und zugehört?

Wird wegen 0,4 Hektar weniger auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet? Ist das zeitgemäß?

Sind der Sand und der Kies so dringend notwendig, in einer Region mit vielen Sand-/Kiesgruben und den riesigen Braunkohletagebauten mit Sand- und Kiesvorkommen?

 

Er weiß, dass es eine Bedarfsrechnung von Kies und Sand als Grundlage solcher Abgrabungen gibt.

Doch die Berechnungsweise ist in Frage gestellt und nicht endgültig geklärt, da sie überholt ist. Die Bewohner erzählten ihm, dass eigentlich schon 2013 alles bisher Genehmigte abgegraben sein sollte. Es ist jedoch immer noch Kies da und wird abgebaut. Nun versteht er einmal mehr, warum diese Berechnungsformeln in Frage gestellt wurden. Gründen sie doch mehr auf wirtschaftlichem Gewinn als auf tatsächlichem Bedarf.

 

Sinnierend schaut er die lange, schmale Straße entlang mit den wunderschönen alten Häusern, den gestrichenen Fensterläden und Blumenkästen mit roten Geranien.

Waldhufendorf, Denkmalschutz, Naturschutz, Nachhaltigkeit, Touristenziel, Naherholungsgebiet?

Lkws mit Sand, Staub und Baggerlärm kommen ihm dabei nicht in den Sinn.

Wenn das Land einmal umgewälzt ist, Kies als Ressource verbraucht, dann ist auf Jahrzehnte nur ein Stück Ödland, verfüllt mit Bauschutt, übrig … mitten im Schutzgebiet? Am Rande eines der letzten drei Waldhufendörfer in NRW?

 

Argumente

Mit diesen Fragen in Kopf und Herz gehen seine Gedanken zu den Gründen für solche Entscheidungen. Wie lassen sie sich rechtfertigen?

 

Argument Nr. 1 − Arbeitsplätze.

Doch sind sie wirklich gefährdet oder verlagern sie sich nur?

Was ist mit den Arbeitsplätzen, die im Gastronomie- und Dienstleistungsbereich liegen und sich dadurch reduzieren, beziehungsweise nicht weiter ausgebaut werden können?

 

Argument Nr. 2 – Sand- und Kiesbedarf:

Da wäre zum einen, dass die Bedarfsberechnung in ihrer heutigen Form in Frage steht. Eine Entscheidung noch vor Gerichten aussteht.

Z.B.: Inwieweit darf Kies, über den regionalen Bedarf hinaus, auch in die Niederlande und andere Länder exportiert werden? Darf dies in die Berechnung für den Bedarf mit einfließen?

Da Ressourcenschonung ein zunehmend wichtigeres Thema wird, wird auch das Recycling von Beton zur Gewinnung von Kies und Zement immer wichtiger.

Zum anderen gibt es inzwischen alternative Stoffe, die im Bau statt Kies und Sand verwendet werden könnten. Daraus und durch neue Technologien im Bauenwesen folgt eine Senkung des zukünftigen Kiesbedarfes. 

Kurze Zusammenfassung der Gedanken unseres Wanderers:

 

Argumente der Kiesindustrie für die Erweiterung

1. Arbeitsplätze sichern

2. Sand/Kiesbedarf decken für Hoch/Tiefbautätigkeit

3. Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde

 

 

Argumente der Bürger  im Sinne des Natur- und Umweltschutzes:

 

1. Verkraterung einer Naturlandschaft.

2. Zerstörung inmitten eines Landschaftsschutzgebietes mit unmittelbar angrenzendem Naturschutzgebiet (10 Hektar = 100 000 qm).

3. Ein CO2-Speicher (Land ist nach dem Ozean der nächstgrößere CO2-Speicher der Erde) wird zerstört. Kies speichert kein CO2.

4. Veränderung/Absenkung des Grundwasserspiegels und Beeinträchtigung des Wasserhaushalts

5. Zunahme der Lärm- und Staubbelastung durch die Erweiterung nahe der bewohnten Gebiete.

6. Der Charakter des denkmalgeschützten Waldhufendorfes wird empfindlich beeinträchtigt.

7. Die Attraktivität des Naherholungsgebiets mit seinem denkmalgeschützten Ausflugsziel und des Naturschutzgebietes wird gemindert.

8. Arbeitsplätze in Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe werden davon betroffen.

9. Ressourcenschonung und Flächenverbrauch werden nicht beachtet.

 

 

Die Fragen, die sich stellt:

Kinder gehen auf die Straße für ihre Zukunft, wir sammeln Müll in privaten Aktionen,  meiden Plastik, unterstützen Natur und Umwelt, als einzelne und als Gruppen. Lehren Kindern umweltgerechtes rrVerhalten und bringen dies in Schulen und Kindergärten.

Naturschutzverbände, der Schwalm - Nette Verband, sie alle sorgen, mit den Bürgern für ein Miteinander von Mensch und Natur in Schwalmtal. Die Gemeinde wirbt damit.

Wir sparen Energie, diskutieren über die Wahrung fossiler Ressourcen und zeitgleich wird die Ressource Kies abgebaut ohne klaren Nachweis des Bedarfes.

Wir sind gehalten regional zu kaufen und graben gleichzeitig Ackerland unter, auf dem regional angebaut wird.

Es wird Fläche verbraucht --- 100 000 qm und auf viele Jahrzehnte unnutzbar gemacht für einen Bedarf der es jetzt schon rückläufig ist. 

Wollen wir unseren Kindern eine weitere Kieskraterlandschaft mit langfristigen ökologischen und strukturellen Folgen direkt vor der Haustüre hinterlassen?

 

 

 

Ist das im Sinne der Bürger Schwalmtals, insbesondere der

 

Kinder und der neu hinzuziehenden jungen Familien?

 

Anmerkungen und Erklärungen

9,5 Hektar (95 000 qm) 

Wald ---            absorbieren 123 t/ CO2/Jahr

Raps ---            absorbieren    6 t/ CO2/Saison

Mais ---             absorbieren  383 t/ CO2/Saison

Zuckerrüben --- absorbieren 500 t/ CO2/ Saison

 

 

Was ist ein Naturschutzgebiet?

1) Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,

  2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder

  3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit.

(2) Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebiets oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten. Soweit es der Schutzzweck erlaubt, können Naturschutzgebiete der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.[2]

 

 

Was ist ein Landschaftsschutzgebiet?

Ein Landschaftsschutzgebiet (kurz LSG oder LS) ist eine Gebietsschutzkategorie des Naturschutzrechts. Gegenüber Naturschutzgebieten zielen Schutzgebiete des Landschaftsschutzes auf das allgemeine Erscheinungsbild der Landschaft, sind oft großflächiger angelegt, Auflagen und Nutzungseinschränkungen hingegen geringer. Landschaftsschutzgebiete können auch ausgewiesen werden, um das Landschaftsbild für Tourismus und Erholung zu erhalten.

 

Was ist ein Waldhufendorf?

https://de.wikipedia.org/wiki/Waldhufendorf

Das Waldhufendorf ist eine ländliche Siedlungsform, die typischerweise in Rodungsgebieten auftritt und die sich durch einen regelmäßigen Grundriss auszeichnet. Es handelt sich um in Reihe (Reihendorf) gegenüberliegende, relativ breite Streifen landwirtschaftlichen Grundbesitzes, wobei sich die Hofanlage am straßenseitigen Rand des jeweiligen Streifens befindet.

 

 

 

Quellen:

Kiesabbau – was bleibt. Herausgeber: Michael Kempkes, Werner Brand - Bürgerforum

Wikipedia – Internetlexikon

I.G. Schwalmtal for Future: Offener Brief an den Landrat, Infoblätter

David Nelles, Christian Serrer: Kleine Gase – Große Wirkung. Der Klimawandel

https://www.wald.de/

Bilder: Pixabay free, Google Maps, Anita Draken

 

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Abendgedanken zum Hambacherwald

# hambibleibt

Ein schöner Herbsttag geht zu Ende.

 

Versonnen lasse ich den Tag ausklingen, die letzten Sonnenstrahlen unter meiner Hainbuche genießend.

Ob sie wohl weiß, was da so im Hambacherwald vor sich geht? Frage ich mich.

Ich habe den Film von Quarks (WDR Sendung) über das Informationsnetz der Bäume und auch einiges von Peter Wohllebens Buch über die Sprache des Waldes gelesen/gehört.

In der Greenpeace – Dokumentation hieß es es sei einer der noch wenigen Hainbuchen-Stieleichen-Maiglöckchen- Wälder.

Ehrlicherweise muss ich gestehen das mir diese Besonderheit fremd ist und ich nicht recht um die ökologische Bedeutung weiß, außer das dies eine sehr hübsche Kombination ist.

 

All das sinniere ich so vor mich hin, meine Gedanken schweifen zu letztem Sonntag, als ich mit einer Freundin aufgebrochen bin zum Hambacherwald. Ich wollte es mit eigenen Augen sehen , nicht nur virtuell. Es regnete und wir wurden bis auf die Haut nass, jedoch es hat sich gelohnt. Die Gespräch mit Aktivisten, Spaziergängern und kurz auch mit Polizisten. Das Wahrnehmen der Stimmung, die durch das Wetter noch bedrückender wurde.

Den Eifer, den Idealismus, der vorwiegend jungen Menschen zu sehen war beeindruckend. Das Feuer mit dem sie für ihre Zukunft einstanden, die ihrer Kinder und damit letzlich unser aller Kinder Zukunft.

Ob mein Baum hier etwas davon bemerkt, wie sehr da Menschen um den Erhalt des Waldes kämpfen? Bekommt er mit wie sehr mich die ganze Sache bewegt?

Er schweigt, so wie die Bäume des Waldes zu schweigen schienen und doch so beredend waren.

Binden das CO2, liefern für uns lebensnotwendigen Sauerstoff, ungeachtet der Gefahr, die ihnen droht.

Meine Gedanken wandern weiter,zu den unzähligen Artikel verschiedenster Autoren und Journalisten, die ich gelesen habe. Ich möchte die Hintergründe, die Beweggründe aller Seiten kennen lernen. Den Vorwurf es sein illegal was die Aktivisten tun, ja, der stimmt zum Teil, wenn auch nicht in allen Argumenten. Sie hatten nicht die Gelegenheit im Vorfeld legale Mittel einzulegen, denn als der Hambacherwald verkauft wurde, waren sie zum Teil nicht mal geboren.

1977 wurden die Abbaurechte verkauft. Da kannte keiner Windräder und Solarzellen. Klimaschutz, Luftverschmutzung war eine Thema von ein paar Öko-Spinnern und Hippies.

Die Grünen wurden erst 1980 gegründet und Joschka Fischer war noch keine 30ig Jahre.

 

Nun haben wir 41 Jahre später, auch 41 Jahre Entwicklung, 41 Jahre mehr Erfahrung und 41 Jahre mehr Dreck in der Luft, 41 Jahre mehr Technologie, 41 Jahre mehr Raubbau an Mutter Erde.

Trotzdem gelten die vor 41 Jahren getroffenen Entscheidungen noch, als hätte die Zeit dazwischen nicht stattgefunden. Nennt man das Fortschritt? Das ist sicher legal, jedoch auch richtig?

Da sitzen Männer und auch die ein oder andere Frau und halten mit Starrsinn an 41 Jahre alten Entscheidungen fest. Leugnen lange Fakten, ignorieren Entwicklung und Klimaveränderung.

Sie werden nicht mehr leben wenn die Luft dünn wird, es sind ihre Nachkommen, die das ausbaden müssen. Doch nicht nur Ihre, auch meine... ich werde es nicht mehr erleben, aber meine Enkel.

Und darum gehe ich... für meine Kinder, für meine Enkel und für all die jungen Leute im Wald, für alle Kinder, die sind und die noch kommen. Gehe für die Natur, die mir meinen geliebten Beruf ermöglicht, für die Tiere, die seltenen genauso, wie für die häufigen. Ich gehe auch für diese jungen Polizisten, in deren Gesichtern ich die Zerrissenheit sah zwischen Gehorsam und „was mach ich hier, ich will das nicht“. Denn es ist auch ihre Zukunft, sind sind noch so jung. Und für meine Hainbuche.

Mit diesem Versprechen gehe ich hinein, es ist dunkler geworden und ein paar Mücken spielen noch unter dem Baum im letzten Sonnenlicht.

 

Gute Nacht aus dem Hainbuchenhaus

 

Anita Draken

Mittwoch 26.9.2018

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Kommentare

  • Susanne Platen (Donnerstag, 27. September 2018 07:51)

    Liebe Anita das hast du sehr gut geschrieben, auch das mit der Zerrissenheit der Poizisten. Und dem Wahrnehmen der Bäume, ich glaube schon das sie einiges Wahrnehmen LG Susanne

  • antje (Samstag, 29. September 2018 15:43)

    Liebe Anita, sehr berührend geschrieben! Ich hoffe, das viele Menschen Deine zu Papier gebrachten Gedanken lesen!

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Wind of change

Diese Lied kommt mir in den Sinn wenn ich an die letzte Zeit denke. 

Ende November verstarb meine Mutter, die ich 12 Jahre lang gepflegt hatte.

Die Veränderungen, die damit einher gingen, waren vielfältig und betrafen nicht zuletzt das Hainbuchenhaus. 

Meine Karten waren neu gemischt und mit diesem neuen Blatt, begann ein neues Spiel.

Meine Teamkollegin hatte einige Zeit später auch eine schwerwiegende persönliche Entscheidung zu treffen und das was sich gerade neu gestaltete wurde ein weiteres Mal in Frage gestellt. 

Eine Reifephase begann. Zum erstenmal in meiner fast 20 jährigen Selbstständigkeit

suchte ich Unterstützung von Aussen für meine Praxis.

Das ist mir nicht leichtgefallen. Doch ich weiß... ich bin Globuli-Schiesser (so nannte unser Dozent, die Homöopathie orientierten Heilpraktiker) und keine wirkliche Geschäftsfrau.

Idealismus, die Liebe zu meiner Arbeit, meine Werte bestimmen mein Handeln.

Das wird auch weiterhin so bleiben.

Keine leichte Aufgabe für die Coacherin dies mit einem gesunden Geschäftssinn in Einklang zu bringen. 

Nun habe ich erstmal viele "Hausaufgaben", die aber gut zu meinen Werten passen.

Ich freue mich und schaue gespannt auf meinen neuen Weg.

Ein herzliches Danke an alle alten und neuen Weggefährten, die mich unterstützten, lehrten und hoffe das Sie es weiterhin tun. 

 

Ihre Anita Draken

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Kommentare

  • Claudia Herzog (Donnerstag, 31. Mai 2018 18:51)

    Liebe Anita!
    Herzlichen Dank für deine Offenheit. Ich persönlich finde es mutig und gut, dass du uns auch an den kleinen Stolpersteinen deines Weges teilhaben lässt. Ich habe dies im letzten Jahr auch getan und nur Gutes erfahren. Wir, die vielen anderen Menschen helfen, dürfen sich auch Hilfe holen. Dies ist nur menschlich und nichts, für das man sich schämen sollte. Impulse von außen können enorm wichtig sein, denn oft stehen wir uns selber im Weg oder in einer Sackgasse. Versuche weiterhin dein Baby im Auge zu halten, denn ich finde, dass dies ein tolles Angebot ist. Und das viel Liebe darin steckt merkt man. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, egal wo dein Weg hin führen wird. Bin mir aber sicher, dass es ein guter Weg werden wird. Und wenn ich ab Herbst etwas freier bin, dann mache ich mich sicherlich mal öfters auf den Weg zu dir und lausche einem Vortrag. Fühle dich von mir herzlich gedrückt. Claudia

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